
Vereinsgeschichte
Der Imkerverein Steinakirchen wurde im Jahre 1935 gegründet. Der Verein erlangte während der Kriegs- und Nachkriegsjahre aufgrund der Zuckerzuteilung und Honig-zwangsablieferung große Bedeutung. Er zählte zu dieser Zeit bis zu 104 Mitglieder. Vereinsobmänner waren damals Engelbert Fallmann und Franz Oismüller, der auch einen kleinen Handel mit Bedarfsprodukten führte.
In den 70er Jahren war der Imkerverein unter dem damaligen Obmann Johann Jungwirth (Bienenvater) aufgrund der hohen Völkerzahl von bis zu 900 und den gesellschaftlichen Ereingnissen, wie dem Imkerball, sehr aktiv. Im weiteren führte Johann Kaltenbrunner, Franz Reitter und Johann Watschka den Verein.
Die Herausforderungen für die Bienenhaltung haben sich ab Beginn der 1980er Jahre grundlegend geändert. Das Auftreten der Varroamilbe und die geänderten Umwelteinflüsse sind daher von besonderer Bedeutung.
So vermittelt und bietet der Verein neben Schulungen, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit auch Sensorik-Untersuchungen und Vermarktungs-unterstützung für die Mitglieder.
In den letzten Jahren wurde die Bedeutung der Bienen verstärkt ins öffentlichen Interesse gerückt. Die Anzahl der Imkereinnen und Imker nimmt stetig zu, der Verein hat aktuell 29 Mitglieder.
Vereinsobmänner:
- Grasemann Josef 1935-1937
- Wiesinger Friedrich 1938-1944
- Fallmann Engelbert 1945-1948
- Oismüller Franz 1948-1968
- Jungwirt Johann 1969-1978
- Kaltenbrunner Johann 1979-1982
- Reitter Franz 1983-2009
- Watschka Johann 2010-2021
- Streisselberger Josef ab 2022

Vorstand
Der Vereinsvorstand wird auf 3 Jahre gewählt:
Obmann Ing. Josef Streißelberger (6.v.l.)
Obmann-Stv. Andrea Ratzinger (2.v.l.)
Schriftführerin Andrea Ratzinger
Schriftführer-Stv. Franz Leichtfried (7.v.l.)
Kassier Leo Daxberger (8.v.l.)
Kassier-Stv. Anton Schragl (9.v.l.)
Kassaprüfer Ernst Winterspacher (5.v.l.), Ludwig Loibl (3.v.l.)
Beirat Gerhard Resch (4.v.l.)
Bereichsleiter:
Gesundheitswart: Franz Wischenbart/Franz Leichtfried/Scholler Hermine (10.v.l)
Schaubienenstand Resch Gerhard/Franz Wischenbart
Bienenlehrpfad
In Steinakirchen am Forst beim Rückhaltebecken im Graben (neben Hochhäusern) gibt es Wissenwertes über Bienen (Bienenlehrpfad) und einen Schau-bienenstock. Speziell im Frühjahr und Sommer kann man hier einen interessanten Einblick ins Bienenvolk nehmen und mit etwas Glück auch die Königin sehen.


Werte & Ziele
Unser Ziel ist es, die Imkerei mindestens in gegenwärtigem Ausmaß zu erhalten, für eine flächendeckende Blütenbestäubung unserer Kulturen zu sorgen und unsere Bevölkerung mit gesunden Bienenprodukten zu versorgen.
Knapp 30 aktive Imkerinnen und Imker betreuen rund 250 Bienenvölker in der Pfarre Steinakirchen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung landschaftlicher Vielfalt.
Wir Imkerinnen und Imker sehen unsere Umwelt mit wachem Bewusstsein für die Schönheit der Natur und die Empfindlichkeit der Ökosysteme. Wir meinen, je größer die Vielfalt und der Artenreichtum, desto prächtiger ist das Leben auf unserer Erde und umso vorteilhafter ist es auch für Bienen und andere Insekten. Was einige als „Unkraut“ betrachten, sehen wir als grundsätzlich schätzenswerte Wildpflanzen.
Der von den Bienen bereitete heimische Honig ist ein Lebens mittel – naturbelassen und unverfälscht – das umso reichhaltiger ist, je natürlicher unsere Umwelt gestaltet worden ist. Dazu kann jeder schon mit einfachen Maßnahmen im eigenen Bereich beitragen. Die Bestäubung der Blütenpflanzen hat die Natur in einem vieltausendjährigen gegen-seitigen Anpassungsprozess der Insekten mit den Pflanzen entwickelt. Dieser Prozess gerät durch eine Verarmung der Landschaften (Monokultur) und die daraus folgende rapide Abnahme der Insektenpopulationen in erhebliche Gefahr. Hier müssen und wollen Imkerinnen und Imker Position beziehen und tätig werden.
So meinen wir, dass es auch zu unseren Aufgaben gehört, öffentlich zu informieren über Imkerei und Bienenhaltung für Jedermann, über den normalerweise völlig unproblematischen Umgang mit den Bienen, um dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt zu leisten. Die Förderung des Imkernachwuchses dient u. a. auch dazu, die Anzahl der Bienenvölker zu erhalten und möglichst noch zu steigern.
